missionOL - Die Packungsbeilage

„missionOL“. 

In diesem Wort verbinden wir die Begriffe Mission und Oldenburg. Denn „Mission“ heißt ursprünglich „Sendung, Auftrag“. Und diese Vorstellung mögen wir: Gott schickt seine Leute los, um Gutes in dieser Welt zu tun und zu sagen.

Dabei wird das Gute für Oldenburg vermutlich nicht einfach identisch sein mit dem Guten für Los Angeles, Timbuktu oder Jeddeloh, sondern hat mit den konkreten Menschen in dieser Stadt zu tun. 

Gesprochen klingt „missionOL“ wie eine Medizin. Und tatsächlich geht es uns um etwas Heilsames. Wir vertrauen auf die Wirkkraft der erfrischenden christlichen Nachricht.

Wo unsere kleine Initiative Zugänge zu dieser Kraftquelle eröffnet, freuen wir uns.

 

Diagnose.

Als Kirchen sind wir ziemlich stark mit uns selbst beschäftigt. Schließlich ist mit immer weniger Personal immer mehr Arbeit zu erledigen. Dabei erreichen anscheinend die Angebote der Kirchen viele Menschen nicht mehr. Was nicht heißt, dass die Oldenburger unreligiöser geworden wären. Nur legen sie sich - hier wie anderswo auch – immer weniger gerne fest. Warum braucht man eigentlich eine Institution wie die Kirche, um nach Gott zu fragen? Dazu kommt die Kirche noch nicht mal einheitlich daher, sondern in verwirrender Vielfalt. Das macht die Lage um so komplizierter.

 

Therapieansatz.

Die Kirche soll unbedingt weiter die Schönheit des Glaubens feiern. Dazu gibt es reichlich Angebote an den verschiedenen kirchlichen Orten, und das ist gut so.

Aber die Kirche muss auch die Fragen und Impulse derer hören, die keinen Draht zu ihr haben. Und sie sollte damit rechnen, dass sich auch jenseits kirchlicher Gebäude und Strukturen Antworten finden lassen. 

 

Wirkstoffe.

Unterwegs. Normalerweise machen Kirchen Veranstaltungen und hoffen auf guten Besuch. Bei „missionOL“ ist das anders. Vertraute Pfade verlassen, ungewohnte Orte aufsuchen. Das gehört zum Konzept.

Gemeinsam. „missionOL“ will Menschen zusammenbringen. Es ist nicht eine neue Kirche, sondern ein Netzwerk. Es soll Leute verbinden, die gern über ihren Glauben nachdenken bzw. ihn mit anderen teilen möchten.

Dialogisch. Glaubensgespräche vertragen kein Gefälle. „Woran glaubst du?“ Diese Frage kann sich jede/r stellen. Egal ob unentschlossen, christlich oder einer anderen Religion angehörend. Bei „missionOL“ sind alle Menschen willkommen, die bereit sind, den eigenen Standpunkt zu hinterfragen, und vielleicht sogar über sich selbst zu lachen.

Jesusorientiert. Fraglos braucht es den interreligiösen Dialog und auch sachliche Infos über diverse religiöse Ausdrucksformen. „missionOL“ versteht sich aber nicht als neutral. Es will auf die reichen Schätze der christlichen Tradition aufmerksam machen und sie ins Gespräch bringen. 

Vielfältig. „missionOL“ ist verbunden mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Oldenburg (ACKO). Nahezu alle christlichen Kirchen sind hier vernetzt und pflegen den regelmäßigen freundschaftlichen Austausch. 

 

Nebenwirkungen.

Häufig kommt es zu einer Weitung des Herzens. 

Gelegentlich stellen sich unerklärliche Glücksgefühle ein.

Es kommt vor, dass sich Menschen von Gott anstecken lassen und diesen Erreger für den Rest ihres Lebens nicht mehr loswerden.

In seltenen Fällen gehen Infizierte ihren Pfarrern auf die Nerven.